Onkologische Podologie nach Onkoped®
- podoleinemann
- 17. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Eine Krebsdiagnose ist immer ein Schock - und obwohl viele Krebsarten heute gut behandelbar sind, ist eine Chemo- oder Strahlentherapie eine große Belastung für den Körper. Häufig treten Nebenwirkungen auf, so auch - neben Erbrechen, Erschöpfung, Neuropathien und Haarverlust - das sogenannte Hand-Fuß-Syndrom bei Anwendung bestimmter Zytostatika.
Was ist das Hand-Fuß-Syndrom (HFS)?
Das Hand-Fuß-Syndrom, auch palmar-plantare Erythrodysästhesie (PPE) genannt, ist eine mit schmerzhaften Schwellungen und Rötungen einhergehende, erythematöse Hautveränderung an Handflächen und Fußsohlen. Zu den Symptomen zählen außerdem Empfindungsstörungen sowie Ablösung ganzer Hautpartien, was oft mit starken Schmerzen für betroffene Patient*innen verbunden ist. Einfaches Auftreten oder das Greifen von Gegenständen wird fast unmöglich. Die therapiebegleitende Behandlung nach Onkoped® kann hier Abhilfe schaffen oder auch präventiv eingesetzt werden.
Führen alle Zytostatika zum Hand-Fuß-Syndrom?
Nein. Es gibt Dutzende von Wirkstoffen die als Zytostatika eingesetzt werden, und nicht immer kommt es zum Auftreten eines HFS. Es gibt allerdings einige Wirkstoffe, bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann dass es während der Anwendung zu Veränderungen an Haut, Nägeln und Schleimhaut kommt:
5-Fluorourarcil (Standardmedikament bei Darmkrebs)
Docetaxel (u.a. bei metastasiertem Brust-, Lungen- und Prostatakrebs)
Doxorubicin (u.a. bei Blut- Blasen- und Brustkrebs)
Oxaliplatin (in Kombination mit 5-Fluorourarcil bei Darmkrebs)
Capecitabin (bei metastasierendem Brust- und Darmkrebs)
Wie läuft die Onkoped®-Behandlung ab?
Die Onkoped®-Behandlung unterscheidet sich von der normalen podologischen Behandlung dahingehend, dass es hier weniger um das Abtragen von Hornhaut oder die Bearbeitung der Nägel geht. Haut und Nägel werden während einer Chemotherapie mit bestimmten Zytostatika oft ohnehin so dünn und brüchig dass eine Bearbeitung kaum möglich ist. (Bei Bedarf werden Nägel natürlich trotzdem gekürzt und überschüssige Haut mit sanften Methoden entfernt).
Der Fokus liegt viel mehr auf einer pflegenden und beruhigenden Behandlung der Haut an Händen und Füßen unter Verwendung speziell hierfür entwickelter desiderm®-Produkte sowie (bei HFS im Stadium II und III) den desiderm®-Kühlgel-Handschuhen und -Füßlingen, mit denen die Wirkstoffe tiefer in die Haut eingeschleust werden können. Die Behandlung eignet sich auch zur Prävention, bevor überhaupt ein HFS auftritt.
Die Behandlung in der Praxis findet gegen Ende eines Chemotherapie-Zyklus statt, wenn sich der Körper bereits etwas von der Akutphase erholt hat. Hände und Füße werden in einer 60minütigen Behandlung sanft, aber intensiv mit passenden Pflegeprodukten versorgt. Zusätzlich bekommen Patient*innen ein Erstversorgungs-Produktset für die Heimpflege mit an die Hand. Es handelt sich hierbei um eine Kuranwendung über drei Wochen - wichtig ist hierbei, dass die Pflegeprodukte in dieser Zeit zuhause konsequent angewendet werden, um gute Ergebnisse zu erzielen!
Warum desiderm®?
Anbei noch einige Punkte, die insbesondere für desiderm® sprechen:
besonders auf Krebspatient*innen abgestimmte Produkte, die selbstverständlich auch von nicht von HFS betroffener Haut gut vertragen werden und auch für besonders sensible Haut geeignet sind
langjährige Erfahrung seit über 25 Jahren
Produktion in Deutschland, Verzicht auf unnötige Verpackungen und sorgfältige Auswahl von Inhaltsstoffen unter Berücksichtigung von Umweltaspekten
Mehr Infos gibt es hier: desiderm®
Ich freue mich, Teil der "Onkoengel"-Familie zu sein und dabei mitzuhelfen für Chemotherapie-Patient*innen mit HFS eine Versorgungslücke zu schließen und ihnen ein Stück Lebensqualität zurück geben zu dürfen.



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